Die Entstehung der Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert: Der by Georg Kauffmann

By Georg Kauffmann

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Die verräterisch sind, das Unwillkürliche von Symptomen an sich haben. Wie ein Jäger ging Morelli auf Spurensuche, er war ein Fährtenleser, ein Kriminalist, und nicht umsonst ein Zeitgenosse von Sherlock Holmes. Von den großen Zügen eines Gemäldes sah Morelli ab und bemerkte nur die charakteristische Form jener Winzigkeiten, die ein Kopist vernachlässigt und die doch jeder Künstler in einer nur ihn kennzeichnenden Weise ausführt - und er hatte Erfolg. 17). Die Schriften Morellis, die unter dem Pseudonym Lermolieff erschienen, las und studierte Siegmund Freud.

Und: wissen wir denn noch, was ein Künstler ist, nachdem sich jeder selbst ungestraft einen Künstler nennen darf? Ratlosigkeit macht sich breit. Die Meister werden von ihrem Podest herabgeholt, eine Beute für Psychiater, Graphologen, Journalisten, Kulturblinde. Die wirklichen Fragen sind in Gefahr, der Beschäftigung mit Kleinkram zu weichen. Großorganisationen schwächen den personalen Bezug. Die Museen kämpfen um Besucherrekorde als handele es sich um Einschaltquoten, und das Publikum, einst Retter und Freund - es wurde zum größten Feind der Kunst.

Das Wesentliche eines Werkes der Bildenden Kunst ist seine Anschaulichkeit. Fiedler und Hildebrand haben die Frage aufgeworfen, was eigentlich den Menschen treibe, das, was er unter "Realität" versteht, mit Linien, Farben und Volumen in eine sichtbare Gestalt zu versetzen. Diese Sichtbarkeit, oder besser: Sehbarkeit ist Träger aller dem Kunstwerk innewohnenden Evidenzen. Dabei ist das aufnehmende Sehen mehr als bloß ein optischer Vorgang, es ist mit Schwierigkeiten belastet, zahlreichen Variablen unterworfen, der jeweiligen Sensibilität; Mode und Kunst der Zeit modifizieren die Wahrnehmung des Forschers.

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