Die Gemeingefährlichkeit in Psychiatrischer, Juristischer by Dr. Jur. et Med. M. H. Göring (auth.)

By Dr. Jur. et Med. M. H. Göring (auth.)

Show description

Read Online or Download Die Gemeingefährlichkeit in Psychiatrischer, Juristischer und Soziologischer Beziehung: Habilitationsschrift zur Erlangung der Venia Legendi vorgelegt der Hohen Medizinischen Fakultät der Grossh. Hessischen Ludwigs-Universität Giessen PDF

Best german_6 books

KBT Die Konzentrative Bewegungstherapie: Grundlagen und Erfahrungen

Die Konzentrative Bewegungstherapie (KTB) ist eine seit 30 Jahren in Klinik und Praxis bew{hrte, leiborientierte Psychotherapiemethode. Das vorliegende Sammelwerk stellt die Grundlagen und die Anwendungsm|glichkeiten der Methodedar.

Anasthesie Intensivmedizin Notfallmedizin

In diesem Taschenlehrbuch werden die Grundlagen der Anasthesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin kurz und teilweise stichwortartig dargestellt. Neben den theoretischen Grundlagen werden Physiologie und Pathophysiologie von Atmung, Herz-Kreislauf und Ernahrung sowie spezielle Pharmakologie detailliert dargestellt.

Additional info for Die Gemeingefährlichkeit in Psychiatrischer, Juristischer und Soziologischer Beziehung: Habilitationsschrift zur Erlangung der Venia Legendi vorgelegt der Hohen Medizinischen Fakultät der Grossh. Hessischen Ludwigs-Universität Giessen

Sample text

Erregt, auBertc zahlreichc Sinnestauschungen und Verfolgungsideen, meinte, er muss e sterben, verkroch sich hinter den Ofen, sprang wieder vor, griff seine Umgebung an und brachte sieh selbst Verletzungen bei. In der Klinik beruhigte sich S. allmahlich, doch blieben die Sinnestauschungen und Wahnideen bestehen. Auch wurde ein maBiger Schwachsinn festgestellt. Am 25. I. 08 wurde er in eine Irrenanstalt uberfuhrt, wo er sich noch befindet. Er ist in der Regel unfreundlich, abweisend, von Wahnideen und Sinnestauechungen beherrscht, teilnahmslos und stumpf.

X . 03. K eine erblich e Belastung. T . beseh iiftigte sich von jeher mehr mit religiosen als mit weltlichen Sachen ; seit Anfang Miirz will er die St imme Got t es horen, welehe ihm sagte, er solie verzaub ert und vom Satan versueht werden. Irn kr eisarzthchen Zeugnis heiBt es: "Er wehrt sieh gegen die Verzauberungen, indem er ganz e Niiehte lang bet et, von Hause wegbleibt und den vermeint liehen Zauberern aufp aBt . Es bestehen Sinnest iiusehungen des Gesiehts und Gehors, fern er ist K atalepsie vorh anden", und weit er : " Wir halt en die Aufnahme fUr notig, da seine Verpflegung im H ause nieh t moglich ist, und er aueh aus den oben beriehtet en Grunden seiner Umg ebung gefiihrlieh werd en kann" , T .

Am 3. I. 01 wurde er ent miindigt ; Mitte 1902 ging er dagegen an, jedoch ohne Erfolg. Die verspatete Internierung kann zunachst ihren Grund haben in dem Nichterkennen der Geist eskrankheit, wie in Fall 35 und 36; in beiden kam es zu Delikten und zu Gerichtsv erhandlungen, in Fall 35 soga r zur Verurteilung, obgleich der Angeklagte in der Verhandlung Wahnideen auflerte ; das Gericht nahm an, der Angeklagte simuliere. Diese F alle sind nicht so haufig ; im allgemeinen erkennt die Umgebung die Geisteskrankheit , sie sche ut sich ab er davor, den Kranken in einer Anstalt unterzubringen , so in F all 37-40 ; in Fall 38 bestanden die Wahnideen schon 4 J ahre, ehe die Ehefrau die Biirgermeisterei um Einweisung in eine Anstalt bat.

Download PDF sample

Rated 4.58 of 5 – based on 10 votes